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den Perſonen voranzulaſſen, und befand ſich nun dicht an der Seite des Chevalier, der dieſen Um⸗ ſtand benützte, nicht um mit ihr Bekanntſchaft zu machen, ſondern um die Bekanntſchaft mit dem Wachtelhund zu erneuern.
Zum zweiten Mal rief das Mädchen den Hund zurück, und da ſie, wie Jedermann, jetzt dachte, daß der Hund für den Chevalier nur ein Vorwand ſei um mit ihr anzubinden, ſo zog ſie eine kleine Schnur aus ihrer Taſche, ſteckte ſie durch das Halsband des Thieres und begann ihren Eilſchritt von Neuem, ohne einen Blick hinter ſich zu werfen.
Aber obſchon Herr de la Graverie gänzlich mit dem Thun und Laſſen des Vierfüßlers beſchäftigt war, ſo hatte er doch, ohne im Geringſten an etwas Schlimmes zu denken, nicht umhin gekonnt auch ſeine Beſitzerin anzuſchauen, während ſie die ſo eben beſchriebene kleine Arbeit verrichtete.
Er ſtieß einen Schrei des Erſtaunens aus und blieb unbeweglich auf ſeinem Platze ſtehen.
Dieſes junge Mädchen hatte die auffallendſte Aehnlichkeit mit Frau de la Graverie.
Während dieſer durch ſein Staunen gebotenen Pauſe hatte das Kind etwa dreißig Schritte gemacht.
Dieſe Aehnlichkeit mit Mathilde war für den Chevalier de la Graverie nur ein weiterer Grund die Beſitzerin des Hundes zu verfolgen. Er begann alſo von Neuem aus Leibeskräften hinter ihr her⸗ zutraben.
Aber die Furcht lieh dem jungen Mädchen um ſo ſchnellere Flügel, als ſie die Promenade verlaſ⸗ ſen hatte, um ein Nebengäßchen einzuſchlagen, ſo


