20 wenn du weiter kommſt als bis vor meine Thüre!“
Aber der Hund gehörte wahrſcheinlich der An⸗ ſicht an, wer Zeit gewinne, der gewinne Alles, denn er ſtellte ſich ſogleich wieder auf ſeine vier Pfoten, und wie ein Thier, das ſich vollkommen ge⸗
tröſtet hat und keinerlei Beſorgniſſe kennt, belebte—
er den Reſt des Spazierganges durch tauſend fröh⸗ liche Luftſprünge um den Herrn her, den er ſich ge⸗ wählt zu haben ſchien und ſo vollkommen als alten Freund behandelte, daß alle Chartrer, die dem Che⸗ valier begegneten, erſtaunt ſtehen blieben und hoch erfreut waren bei ihrer Heimkehr ihren Freunden und Bekannten in Form einer bejahenden Frage das Räthſel vorzulegen:
„Was iſt denn das? hat denn der Herr de la Graverie jetzt einen Hund?“
Herr de la Graverie, mit welchem die Stadt ſich beſchäftigte und noch vielleicht zwei oder drei Tage beſchäftigen ſollte, benahm ſich ſehr würdevoll: er ließ ſich nicht die mindeſte Unruhe über die Neu⸗ gierde anmerken, die er auf ſeinem Weg rege machte, und zeigte eine prächtige Gleichgültigkeit gegenüber ſeinem Begleiter, indem er, gerade wie wenn er allein geweſen wäre, überall ſtehen blieb, wo er ſtehen zu bleiben gewohnt war: vor dem Wilhelms⸗ thor, deſſen alte Zinnen man reſtaurirte; bei dem Ballſpiel, das in Folge der Ungeſchicklichkeit von ſechs Spielern und des Geſchreis von einem Dutzend
Gamins, die ſich um das Zeigeramt ſtritten, nicht
recht in Gang kommen wollte; bei einem Seiler, der ſeine Werkſtätte dem Carbonarihügel entlang auf⸗
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