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geahnt hatte, ihn jetzt nicht im Entfernteſten zu begreifen; je drohender und ſtrenger die Phyſiog⸗ nomie des Chevalier de la Graverie wurde, je mehr er in ſeiner Kehle nach metalliſchen und energiſchen Tönen ſuchte, um ſo luſtigere und herausfordern⸗ dere Haltungen nahm das Thier an und ſchien ein freundliches Geſchäcker erwiedern zu wollen. Als dann der Chevalier zuletzt, zwar ſehr ungern, aber gezwungen durch die Nothwendigkeit ſeine Gedanken klar und handgreifklich zu machen, ſich entſchloß ſeinen Stock mit dem goldenen Knopf zu erheben und die ultima ratio der Hunde anzuwen⸗ den, da legte ſich das arme Thier traurig auf ſei⸗ nen Rücken und bot mit ergebungsvoller Miene ſeine Seiten dem Stocke dar.
Unglückliche Erlebniſſe, aus denen wir unſern Leſern ganz und gar kein Geheimniß zu machen gedenken, hatten den Chevalier zum Menſchenfeind machen können, aber die Natur hatte ihn nicht böſe geſchaffen.
Dieſe demüthige Haltung des Wachtelhundes entwaffnete ihn daher vollſtändig; er nahm ſeinen Stock aus der Rechten in die Linke, wiſchte ſich die Stirne ab— denn die Scene, die er ſo eben ge⸗ ſpielt, und worin er die Geberde zu dem Dialog gefügt, hatte ihm dicken Schweiß ausgepreßt— und indem er ſich als beſiegt erkannte, aber ſeiner Eigenliebe doch noch die Hoffnung auf Revanche retten wollte, rief er:
„Zum Henker! ſo komm, wenn du willſt, Hund von einem Hund! Aber der Teufel ſoll mich holen, 1 2 5


