Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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derholen, daß ich keinen Roman erzähle, ſondern eine Geſchichte.

Der Zufall hatte dießmal einen guten Menſchen und einen guten Hund zuſammengefüͤhrt.

Einmal beweiſt Nichts.

II.

Worin Mamſell Marianne das Programm ihres Charakters gibt.

Wir haben geſehen, daß der Chevalier ſeinen Spaziergang wieder begonnen hatte, ohne daß er um ſich zu ſchauen und ſich zu verſichern wagte, ob der Hund ihm folgte oder nicht.

Aber er war noch nicht auf der Courtillebrücke, einem nicht blos den Chartrern, ſondern den Ein⸗ wohnern des ganzen Kantons wohlbekannten Ort, angelangt, als ſein Entſchluß bereits einen ſchweren Stoß erlitten hatte, und nicht ohne eine wahre mo⸗ raliſche Kraft hatte er den Einflüſterungen des Dämons der Neugierde Widerſtand geleiſtet.

Dieſe Neugierde wurde im Augenblick, wo der Chevalier de la Graverie vor dem Morardthor an⸗ langte, ſo ſtark aufgeregt, daß die Erſcheinung der Diligence, die von der alten Pariſer Straße her im dreifachen Galopp ihrer fünf Pferde heran⸗ brauſte, ihm als ein Vorwand diente auf die Seite zu treten; bei dieſer Gelegenheit nun drehte er ſich wie aus Verſehen um und bemerkte den Hund, der ganz gravitätiſch und methodiſch, wie ein Thier, das weiß was es thut oder das nach ſeinem Gewiſſen handelt, hinter ihm einherſchritt.