„Ich habe dir aber Nichts mehr zu geben, ar⸗ mes braves Thier!“ rief der Chevalier, indem er ſeine ſchlaffen Taſchen ſchüttelte.
Es war, als ob der Hund den Sinn und die Bedeutung dieſer Worte begriffen hätte, denn er ſtürzte jetzt fort, machte zwei oder drei tolle Freuden⸗ ſprünge, wie wenn er ſeine Erkenntlichkeit bezeugen wwollte; dann aber, als er den Chevalier ſtehen bleiben ſah und nicht wußte, wie lange dieſer Halt dauern würde, legte er ſich platt auf ſeinen Bauch, lehnte ſeinen Kopf auf ſeine ausgeſtreckten Vorder⸗ pfoten, bellte drei⸗ oder viermal luſtig in die Luft hinaus und wartete, bis ſein neuer Freund ſich wieder auf den Marſch begeben würde.
Bei der erſten Bewegung, welche der Chevalier machte, richtete der Hund ſich wieder auf ſeine vier Pfoten auf und ſprang voraus.
Wie das Thier die Worte des Menſchen be⸗ griffen zu haben ſchien, ſo ſchien jetzt der Menſch die Geberden des Thieres zu begreifen.
Der Chevalier de la Graverie blieb ſtehen, und indem er ſeine beiden Arme erhob, dann wieder ſinken ließ, ſagte er:
„Gut! Du willſt durchaus, daß wir in Geſell⸗ ſchaft gehen ſollen, ich begreife Dich; aber Unglück⸗ licher, ich bin nicht Dein Herr, und um mir zu folgen, mußt Du irgend Jemand verlaſſen, Jemand, der Dich herangezogen, beherbergt, ernährt, ge⸗ hätſchelt, geliebkoſt hat, einen Blinden, deſſen Stab Du vielleicht biſt, eine alte Wittwe, deren Troſt Du ohne Zweifel warſt; um einiger ſchlechter Stücke Zucker willen haſt Du ſie vergeſſen, wie Du ſpäter


