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ziergangs richtete er ſo ein, daß er immer juſt in dem Augenblicke, wo die Trompete die Reiter zum Pferdeputzen aufrief, an derſelben d. h. an der ſo eben von uns bezeichneten Stelle ankam.
Nicht als ob irgend Etwas in der Welt außer dem rothen Bändchen, das er an ſeinem Fracke trug, dei dem Chevalier de la Graverie eine Nei⸗ gung zu militäriſchen Uebungen verrathen hätte; von einer ſolchen war nicht die mindeſte Spur vor⸗ handen, und der Chevalier de la Graverie war im Gegentheil das gutmüthigſte Männchen, das man ſich nur denken kann.
Aber es machte ihm Vergnügen dieſes pittoreske und bewegungsreiche Gemälde zu ſehen, das ihn an die Zeit erinnerte, wo er ſelbſt— wir werden ſpäter ſagen unter welchen Umſtänden— Musketier geweſen, worauf er ſich ſehr viel einbildete, ſeitdem er es nicht mehr war.
Denn ohne, wenigſtens oſtenſibel, in den Erin⸗ nerungen einer andern Epoche ſeine Tröſtungen für die Gegenwart zu ſuchen, liebte es der Chevalier de la Graverie, während er philoſophiſch Haare trug, die vom zarten Gelb in Perlgrau übergegan⸗ gen waren; während er mit ſeiner Hülle ſo zufrie⸗ den zu ſein ſchien, wie nur je eine Larve mit der ihrigen ſein kann; während er nicht mehr auf den Schmetterlingsflügeln eines ehemaligen jungen Man⸗ nes herumgaukelte; er liebte es, ſagen wir, ſich in den Augen der friedlichen Spießbürger, die gleich ihm ihre tägliche Zerſtreuung gegenüber den Reiter⸗ ſtällen ſuchten, als Kenner a fzuthun und ſeine Nachbarn ſagen zu hören:


