Teil eines Werkes 
9.-11. Bdchn (1848)
Entstehung
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lag wenig Wahrſcheinlichkeit in den zu haſtigen Trö⸗ ſtungen ihrer Gebieterin.

Hafiz trat ein.

Er war ruhig und demüthig wie gewöhnlich. Sein Auge drückte Ehrfurcht aus, wie das Auge der Katzen und Tiger, das, erweitert Jedem gegenüber, der ſie fürchtet, ſich zuſammenzieht und halb ſchließt, wenn man ſie mit einem Zorn oder einem beherrſchenden Willen an⸗ ſchaut.

Wiel allein? fragte Maria Padilla. Ja, allein, hohe Frau, erwiederte ſchüchtern Haftz.

Und Gildaz?.

Gildaz, Herrin, antwortete der Saracene um⸗ herſchauend,Gildaz iſt todt.

Todt! rief Dona Maria Padilla, voll Angſt die Hände faltend;todt! armer Jungel iſt es möglich?

Edle Frau, das Fieber hat ihn auf der Reiſe be⸗ fallen.

Ihn, der ſo kräftig!

Kräftig in der That; doch der Wille Gottes iſt ſtärker, als der des Menſchen, erwiederte ſpruchartig

Hafiz.

Ein Fieber, ohl.... und warum hat er mich nicht davon in Kenntniß geſetzt?

Hohe Frau, wir waren Beide auf der Reiſe; in der Gascogne wurden wir in einem Engpaß von Berg⸗ bewohnern überfallen, welche der Klang des Goldes angelockt hatte.

Der Klang des Goldes: Unvorſichtige!

Der franzöͤſiſche Herr hatte uns Gold gegeben, er war ſo freudig! Gildaz glaubte ſich allein in dieſen Bergen, allein mit mir, und es kam ihm der Gedanke, unſern Schatz noch einmal zu zählen; da wurde er plötzlich von einem Pfeil getroffen, und wir ſahen mehrere bewaffnete Männer ſich uns nähern. Gildaz war tapfer, wir vertheidigten uns.