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„Hoffe! der Plan, den wir entworfen haben, reift jeden Tag in ſeinem Schatten; mein Bote wird zurück⸗ kommen und Dir ſowohl die Liebe Deines ſchönen Rit⸗ ters, als die Freiheit bringen, ohne die es keine wahre Liebe gibt.“
Endlich glänzte der Tag, nach dem ſie ſich ſo glühend ſehnte, für Dona Maria.
Es war einer von jenen Morgen, wie ſie mit dem Sommer unter dem ſchönen Himmel Spaniens hervor⸗ brechen; der Thau zitterte an jedem Blatt auf den von Blüthen duftenden Terraſſen von Aiſſa, wo Dona Maria die uns bekannte Alte in ihr Zimmer eintreten ſah.
„Senora!“ ſagte ſie mit einem langen Seufzer, „Senora!“
„Nun! was gibt es?“
„Senora, Haſftiz iſt da.“
„Hafiz!... wer iſt das?“
„Der Begleiter von Gildaz, Senora.“
„Wie! Hafiz und nicht Gildaz?“
„Hafiz und nicht Gildaz, ja, Senora.“
„Mein Gott! er trete ein; weißt Du ſonſt noch etwas?“
„Nein, Haſiz wollte mir nichts ſagen, nichts; und ſeht Ihr, Senora, ich weine, weil das Stillſchweigen von Hafiz grauſamer iſt, als alle unheilvolle Worte eines Andern ſein könnten.“
„Auf, tröſte Dich,“ ſprach Dona Maria ganz ſchau⸗ ernd,„tröſte Dich, es iſt nichts, eine Zögerung ohne Zweifel, und nicht mehr.“
„Warum iſt dann Haſiz nicht aufgehalten worden?“
„Siehſt Du, was mich im Gegentheil tröſtet, iſt die Rückkehr von Hafiz; Gildaz hätte ihn nicht bei ſich behalten, da er mich unruhig wußte, er ſchickt ihn, und folglich ſind die Nachrichten gut..“)
Die Amme war nicht leicht zu tröſten; überdies
S==SS


