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Laval, den Vaſallen der Frau Tiphaine Raguenel an⸗ vertraute, zu der er ſich, ehe er aufbrach, noch einmal begab, um Abſchied zu nehmen.
Nun aber kam ihm noch ein Bedenken. Er konnte abreiſen, er mußte ſeine Geliebte holen; doch damit war noch nicht Alles für ihn bei ſeinem Botſchafters⸗ auftrag vollbracht. Agenor, der Dona Maria verſpro⸗ chen hatte, nie mehr nach Spanien zurückzukehren, mußte doch Bertrand Dugueselin Meldung machen von dem durch ſeine Bemühungen in der Bretagne einge⸗ ſammelten Geld, koſtbaren Geld, nach deſſen Ankunft ohne Zweifel der Gefangene des Prinzen von Wales ſeufzen würde.
Zwiſchen dieſe zwei Pflichten geſtellt, ſchwankte Agenor lange. Ein Eid, und er hatte dieſen Eid Dona Maria geleiſtet, war etwas Heiliges; ſeine Zuneigung, ſeine Ehrfurcht für den Connetable kamen ihm ebenſo heilig vor.
In dieſer Beklemmung eröffnete er ſich Muſaron.
„Nichts kann leichter fein,“ ſprach der verſtändige Knappe;„verlangt von Frau Tiphaine eine Escorte von einem Dutzend gewappneter Vaſallen, um das Geld zu begleiten, der Herr von Laval wird wohl vier Lan⸗ zen beifügen; der König von Frankreich gibt, inſofern es ihn nichts koſtet, ein Dutzend Reiſige; mit dieſer Truppe, die Ihr bis an die Grenze befehligt, wird das Geld wohl in Sicherheit ſein. Sobald Ihr in Rianza⸗ res ſeid, ſchreibt Ihr an den Prinzen von Wales, der Euch einen Geleitsbrief ſchickt; das Geld gelangt auf dieſe Art ſicher bis zum Connetable.“
„Aber ich... meine Abweſenheit?“
„Ihr nehmt ein Gelübde zum Vorwand.“
„Eine Lüge!“
„Das iſt keine Lüge, da Ihr in der That Dona Maria geſchworen habt. Und wäre es auch eine Lüge, ſo iſt das Glück doch wohl eine Sünde werth.“ „Muſaron!“
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