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„Eil Herr, ſpielt nicht ſo den Frommen, Ihr hei⸗ rathet eine Saracenin... Das iſt doch wohl eine ganz andere Todſünde, wie mir ſcheint!“
„Du haſt Recht,“ ſeufzte Mauleon.
„Und dann,“ fuhr Muſaron fort,„dann wäre der Herr Connetable ſehr anſpruchsvoll, wenn er Euch mit dem Geld haben wollte... Doch glaubt mir, ich kenne die Menſchen; ſobald die Gulden glänzen, wird man den Sammler vergeſſen... Will Euch der Connetable, wenn er einmal in Frankreich iſt, ſehen, ſo wird er Euch ſehen; ich denke, Ihr werdet Euch nicht begraben?“
Agenor machte es wie immer, er gab nach. Mu⸗ ſaron hatte übrigens vollkommen Recht. Der Sire von Laval lieferte zwölf Reiſige, Frau Tiphaine Raguenel bewaffnete zwanzig Vaſallen, der Seneſchall vom Maine ſtellte zwölf Reiſige im Namen des Königs, und Agenor, dem ſich einer von den jüngeren Brüdern von Dugnesclin anſchloß, begab ſich in großen Tagemärſchen nach der Grenze, denn es drängte ihn, mindeſtens zwei bis drei Tage vor der von Dona Maria für die Zu⸗ ſammenkunft beſtimmten Zeit an Ort und Stelle zu kommen.
Die für die Loskaufung des Connetable beſtimmten ſechsunddreißigtauſend Goldgulden machten einen wah⸗ ren Triumphmarſch; die wenigen Geſellen, welche ſeit dem Aufbruch der großen Compagnien in Frankreich zurückblieben, waren Räuber, die ſich auf geringeren Erwerb beſchränkten, und die allerdings ſehr ſchöne Beute durchaus nicht zu verſchlingen gewußt hätten. Sie zogen es alſo vor, als ſie dieſelbe an ihren Krallen vorüberkommen ſahen, ritterliche Ausrufungen von ſich zu geben, den Namen des glorreichen Gefangenen zu ſegnen und ehrfurchtsvolle Mienen anzunehmen, da ſie nicht unehrerbietig ſein konnten, ohne Furcht, ihre Knochen auf dem Schlachtfeld zu laſſen.
Maulleon lenkte ſeinen Marſch ſo geſchickt, daß er in der That am vierten Tag des Monats in Rianzares,


