Teil eines Werkes 
9.-11. Bdchn (1848)
Entstehung
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Nein, edler Herr, entgegnete Gildaz,die Ge⸗ heimniſſe meiner Gebieterin gehen mich nichts an; ich bin ein Eilbote, und kein Vertrauter.

Du biſt ein Muſter der Treue und edler Ergeben⸗ heit, Gildaz, und ſo arm ich bin, wirſt Du doch eine Handvoll Gulden von mir annehmeun.

Nein, Herr, nichts, meine Gebieterin bezahlt

ut. 4Dein Page alſo... Dein getreuer Maure.

Hafiz riß die Augen weit auf, und beim Anblick des Goldes lief ein Schauer über ſeine Schultern hin.

Ich verbiete Dir, etwas anzunehmen, Hafiz, ſagte Gildaz.

Eine unmerkliche Bewegung offenbarte dem ſcharf⸗ ſichtigen Muſaron den wüthenden Zwang von Haftz.

Die Mauren ſind im Allgemeinen geldgierig, ſagte er zu Gildaz,und dieſer iſt es mehr als ein Maure und als ein Jude mit einander. Er hat auch ſeinem Kameraden Gildaz einen abſcheulichen Blick zu⸗ geſchleudert.

Bah! alle Mauren ſind häßlich, Muſaron, und der Teufel allein verſteht etwas von ihren Grimaſſen, erwiederte Gildaz lächelnd.

Und er gab Hafiz den Dolch zurück, den dieſer beinahe krampfhaft in ſeiner Hand preßte.

Auf ein Zeichen ſeines Herrn ſchickte ſich Muſaron nun an, eine Antwort an Dona Maria zu ſchreiben.

Der Schreiber des Grafen von Laval ging durch den Hof.

Man hielt ihn an, Muſaron entlehnte von ihm ein Pergament, eine Feder, und ſchrieb:

Edle Frau, Ihr erfüllt mich mit Glück. In einem Monat, nämlich am ſiebenten Tag des nächſten Monats, werde ich in Rianzares bereit ſein, den theuren Gegenſtand zu empfangen, den Ihr mir ſchickt. Ich leiſte nicht auf das Waffenhandwerk Verzicht, weil ich