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ein großer Kriegsmann werden will, um meiner viel⸗ geliebten Dame Ehre zu machen; doch Spanien wird mich nicht mehr ſehen, das ſchwöre ich Euch bei Chri⸗ ſtus, wenn Ihr mich nicht dahin ruft, oder wenn nicht das Unglück Aiſſa verhindert, zu mir zu kommen, in welchem Fall ich bis in die Hölle laufen würde, um ſie aufzuſuchen. Gott befohlen, edle Dame; betet für mich.“
Der Ritter machte ein Kreuz unten an dieſes Per⸗ gament, und Muſaron ſchrieb unter das Kreuz:
„Dieſes iſt die Unterſchrift:
„Sire Agenor von Mauleon.“
Während Gildaz unter ſeinem Panzer den Brief von Mauleon verſchloß, beobachtete Haſiz zu Pferde eher wie ein Tiger, als wie ein getreuer Hund jede Bewegung des Knappen. Er ſah den Platz, wo das anvertraute Schreiben ruhte, und ſchien fortan gleichgültig gegen die übrige Scene, als ob er nichts mehr zu ſehen gehabt hätte, und als ob ihm ſeine Au⸗ gen unnütz geworden wären.
„Was macht Ihr nun, guter Knappe?“ fragte Agenor.
„Ich reiſe auf meinem unermüdlichen Pferde wie⸗ der ab, edler Herr; ich muß in zwölf Tagen bei mei⸗ ner Gebieterin angekommen ſein, ſo lautet ihr Befehl; ich muß mich alſo beeilen. Ich bin allerdings nicht ſehr entfernt, denn es ſoll einen Weg durch Poitiers geben, wodurch man abſchneidet.“
„Das iſt wahr... Auf Wiederſehen, Gildaz! Gott befohlen, guter Hafiz! Wahrhaftiger Gott! man ſoll nicht ſagen, Du werdeſt, wenn Du die Belohnung eines Herrn zurückweiſeſt, das Geſchenk eines Freundes nicht annehmen.“
Und Agenor machte ſeine goldene Kette los, welche hundert Livres werth war, und warf ſie Gildaz um den Hals.


