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Euch ſchreibe, liebt Euch noch mehr als ich. Wir dachten, es wäre Euch nun, da Ihr auf franzöſiſchem Boden ſeid, angenehm, das, was Ihr beklagt, in Eurem Beſitz zu haben.
„Haltet Euch alſo in der Nähe der Gränze, in Rianzares, in einem Monat nach Empfang der gegen⸗ wärtigen Kunde auf. Die Zeit Eurer Aukunft in Rianzares werde ich ſicher und genau durch den treuen Boten erfahren, den ich Euch ſchicke; wartet dort in Geduld, ohne etwas zu ſagen. Ihr werdet daſelbſt eines Abends, nicht eine Euch bekannte Sänfte, ſondern ein raſches Maulthier nahen ſehen, das Euch den Ge⸗ genſtand aller Eurer Wünſche bringt.
„Dann, edler Herr Mauleon, flüchtet Euch; dann verzichtet auf das Waffenhandwerk, um nie wieder den
„Fuß nach Caſtilien zu ſetzen: dies auf Euer Wort als
Chriſt und Ritter. Reich durch die Mitgift, die Euch Eure Frau bringt, glücklich durch ihre Liebe und ihre Schönheit, bewahrt dann als wachſamer Herr Euren Schatz und ſegnet zuweilen Dona Maria Padilla, eine arme, ſehr unglückliche Frau, deren Lebewohl dieſer Brief iſt.“
Mauleon fühlte ſich gerührt, entzückt, berauſcht. Er ſprang auf, entriß den Brief den Händen von Muſaron und drückte einen glühenden Kuß darauf. 1„Komm,“ ſagte er zu dem Knappen,„komm, daß ich Dich umarme, Dich, der Du vielleicht die Kleider derjenigen, welche mein Schutzengel iſt, berührt haſt.“
Und er umarmte Gildaz wie wahnſinnig.
Hafiz verlor nicht einen Umſtand von dieſer Scene aus dem Blick, aber er näherte ſich nicht.
„Sage Dona Maria...“ rief Mauleon.
„Stille doch, edler Herr!“ unterbrach ihn Gildaz,
Ldieſer aweß... ſo laut...
„Du haſt Recht,“ flüſterte Agenor,„ſage alſo Dona Maria, in vierzehn Tagen..⸗ higes an


