Teil eines Werkes 
9.-11. Bdchn (1848)
Entstehung
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meinigen, befeſtigte an dem Sattelbogen den großen Dolch, den Ihr dort mittelſt einer ſeidenen Schnur an⸗ gebunden ſeht, und als er nach einer halben Stunde zurückkam, brachen wir auf. Dona Maria hatte mir für Euch nur dieſen Brief geſchrieben.

Gildaz hob ſeinen Panzer auf, öffnete ſein Wamms und ſagte zu Hafiz:

Deinen Dolch, Hafiz!

Hafiz, mit ſeinem rußſchwarzen Geſicht, mit ſeinen weißen Augen und ſeiner unſtörbar ſteifen Haltung, hatte während der ganzen Erzählung von Gildaz ein vollkommenes Stillſchweigen, eine ſteinerne Unbeweg⸗ lichkeit beobachtet.

Während der gute Knappe ſeine Eigenſchaften, ſeine Treue, ſeine Verſchwiegenheit aufzählte, blieb ſein Geſicht völlig unverändert; als er aber davon ſprach, daß er ſich auf eine halbe Stunde entfernt habe, um in die Moſchee zu gehen, da überſtrömte eine Art von Röthe, ein bleiches, unheimliches Feuer ſeine Wangen und ſchleuderte in ſeine Augen etwas wie einen Blitz der Unruhe oder der Reue.

Als Gildaz ſeinen Dolch von ihm verlangte, ſtreckte er langſam ſeine Hand aus, zog die Waffe aus der Scheide und reichte ſie Gildaz.

Dieſer ſchnitt das Futter ſeines Wammſes auf und nahm einen Brief in einem ſeidenen Ueberzug heraus.

Mauleon rief Muſaron zu Hülfe.

Dieſer erwartete, er würde eine Rolle in der Entwicke⸗ lung der Scene ſpielen. Er nahm den Umſchlag, zerriß ihn, und las Mauleon den Inhalt des Sendſchreibens vor, während ſich Gildaz und Hafiz in ehrfurchtsvoller Entfernung hielten. 3

Edler Don Agenor, ſchrieb Maria Padilla,ich bin ſehr überwacht, ſehr beſpäht, ſehr bedroht; aber die bewußte Perſon iſt es noch mehr als ich. Ich bin

Euch ungemein zugethan; doch die Perſon, für die ich