Teil eines Werkes 
9.-11. Bdchn (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3

Wer iſt Gildaz? fragte Mauleon in demſelben Ton.

Der Mann, dem wir auf der Reiſe begegneten, und der damals Frau Maria begleitetez der Sohn jener guten alten Zigeunerin, die Euch in die Kapelle beſchied.

Gottes Güte! murmelte Agenor von Bangigkeit ergriffen,was wollen ſie hier?

Vielleicht uns verfolgen.

Vorſicht!

Ohl Ihr wißt, daß es nicht nöthig iſt, mir das zu empfehlen.

Während dieſes Geſprächs betrachtete der Caſtilia⸗ ner prüfend den Ritter und den Knappen und wich allmälig furchtſam zurück.

Bah! was kann uns Spanien im Mittelpunkt von Frankreich thun? ſagte Agenor beruhigt, nachdem er einen Augenblick überlegt hatte.

In der That, wir werden nur irgend eine neue Nachricht bekommen, ſprach Muſaron.

Oh! das iſt es, was mich beben macht. Ich fürchte mehr die Ereigniſſe, als die Menſchen. Gleich⸗ viel, befragen wir ihn.

Seien wir im Gegentheil vorſichtig; wenn es Emiſſäre von Mothril wären!

Aber Du erinnerſt Dich, dieſen Mann bei Maria Padilla geſehen zu haben.

Habt Ihr nicht Mothril bei Don Federigo ge⸗ ſehen?

Das iſt wahr.

Seien wir alſo auf unſerer Hut, ſprach Muſaron, indem er wieder ſeine Armbruſt vorzog, die ſich am Bandelier ſchaukelte.

Der Caſtilianer bemerkte dieſe Bewegung und rieft

Warum mißtraut Ihr? wir ſind keine Feinde. Haben wir uns unhöflich gezeigt? oder iſt es der An⸗ blick meines Geſichts, was Euch mißfallen konnte?