Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1848)
Entstehung
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gleich von Zärtlichkeit feuchten und von Verlangen glühenden Blick und ſprach mit leiſer Stimme:

1Komm, Agenor, komm, daß ich Dir Lebewohl age.

Folgſt Du mir nicht? fragte der junge Mann ebenſo leiſe.

Nein, denn er würde mich lieber tödten, als mich verlieren. Ich bleibe, um uns Beide zu retten.

Aber Du wirſt mich immer lieben? ſagte Mauleon.

Schau' jenen Stern an, ſprach Aiſſa, nach dem glänzendſten der Geſtirne deutend, die am Firmamente flammten.

Oh! ich ſehe ihn, ſagte Agenor.

Nun wohl, er wird am Himmel erlöſchen, ehe die Liebe in meinem Herzen erliſcht. Lebe wohl!

Und ſie ſchlug das Helmviſir ihres Geliebten auf und drückte einen langen Kuß auf ſeine Lippen, während der Maure ſich vor Wuth die Bruſt zerfleiſchte.

Nun gehe, ſagte Aiſſa zu dem Ritter,doch ſei auf Alles gefaßt.

Und ſie ſtellte ſich an den Fuß der Leiter, welche Agenor an die Mauer angelegt hatte, und lächelte, während ſie den jungen Mann anſchaute und die Hand gegen Mothril ausſtreckte, wie die Tigerbändiger, welche unter einer Geberde das Thier niederliegen machen, von dem man glaubte, es ſei im Begriff, ſie zu verſchlingen.

Gott befohlen! ſprach zum letzten Mal Agenor, denke an Dein Verſprechen.

Auf Wiederſehen! ich werde es halten, ſagte die ſchöne Maurin.

Agenor ſandte einen letzten Kuß dem Mädchen zu, und ſprang auf die andere Seite der Mauer.

Ein Brüllen des Mauren begleitete die Beute, die ihm entging.

Laß mich nun nicht ſehen, daß Du mich zu ſtreng bewachſt, ſprach Aiſſa zu Mothril,laß mich nicht

Der Baſtard von Mauleon. U. 2