Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1848)
Entstehung
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argwohnen, Du behandelſt mich als Sklavin, denn Du weißt, ich habe das Mittel, mich frei zu machen. Vor⸗ wärts! es iſt ſpät, mein Vater, kehren wir in das Haus zurück.

Mothril ließ ſie träumeriſch auf dem Wege nach dem Pavillon zurückgehen. Er hob ſeinen langen Dolch auf, fuhr mit einer Hand über ſeine Stirne und murmelte:

Kind! in einigen Monaten, in einigen Tagen vielleicht wirſt Du Mothril nicht ſo bezähmen.

In dem Augenblick, wo das Mädchen den Fuß auf die Thürſchwelle ſetzte, hörte Mothril Schritte hin⸗ ter ſich.

Gehe raſch hinein, Aiſſa, ſagte er;der König kommt.

Das Maädchen ging hinein und ſchloß die Thüre, ohne ſich mehr zu beeilen, als wenn ſie nichts gehöͤrt hätte. Mothril ſah ſie verſchwinden; einen Augenblick nachher war der König bei ihm.

Triumph, Freund Mothril, ſprach der König, wir haben den Sieg davon getragen. Doch warum haſt Du die Sitzung in dem Augenblick verlaſſen, wo die Berathung anfing?

Weil ich dachte, es ſei nicht der Platz eines armen mauriſchen Sklaven mitten unter ſo mächtigen chriſt⸗ lichen Fürſten, antwortete Mothril.

Du lügſt, Mothril, entgegnete Don Pedro,Du warſt beſorgt über Deine Tochter und biſt zurückgekehrt, um ſie zu bewachen.

Ei! Hoheit, erwiederte Mothril lächelnd über dieſe Kundgebung des Königs Don Pedro,bei meiner Ghr⸗ man ſollte glauben, Ihr dächtet noch mehr hieran als ich. 3

Und Beide traten in das Haus ein, doch nicht ohne daß Don Pedro einen neugierigen Blick nach dem Fen⸗ ſter des Pavillon warf, hinter welchem der Schatten einer Frau ſichtbar war.