das Helmviſir auf das Geſicht des Ritters fallen, und der Maure ſah ſich einer ehernen von den Armen ſeiner Tochter umſchlungenen Bildſäule gegenüber.
Mothril blieb ſtehen und ließ die Arme fallen.
„Aiſſa,“ murmelte er niedergeſchmettert.
„Ja, Aiſſa!“ ſagte ſie mit einer wilden Energie, welche die Liebe von Mauleon verdoppelte, während ſie einen Schauer durch die Adern des Manren jagte;„willſt Du mich tödten? ſtoße zu. Was dieſen betrifft, ſo weißt Du wohl, daß er keine Furcht vor Dir hat.“
Und ſie bezeichnete mit einer Geberde Agenor.
Mothril ſtreckte eine Hand aus, um ſie zu ergreifen; ſie machte doch einen Schritt rückwärts und entblößte Mauleon, der unbeweglich und das Schwert in der Hand an ſeinem Platze ſtand.
Und ihr Auge ſtrahlte von einem ſo heftigen Haſſe, daß Mauleon das Schwert erhob.
Doch nun fühlte er, wie der Arm von Aiſſa den ſeinigen zurückhielt.
„Nein,“ ſagte ſie,„ſchlage ihn nicht vor mir, Du biſt ſtark, Du biſt bewaffnet, Du biſt unverwundbar, gehe an ihm vorüber.“
„Ah!“ rief Mothril, indem er die Leiter mit einem Fußſtoße umwarf,„Du biſt ſtark, Du biſt bewaffnet, Du biſt unverwundbar, wir wollen das ſehen.“
In demſelben Augenblick vernahm man ein ſchrilles Pfeifen, und es erſchien ein Dutzend Mauren, die Art und den Säbel in der Fauſt.
„Ah! ungläubige Hunde,“ rief Agenor,„kommt herbei, und wir werden ſehen.“
„Tödtet den Chriſten!“ rief Mothril,„tödtet ihn!“
„Fürchte Dich nicht,“ ſprach Aiſſa.
Und ſie trat ruhigen, feſten Schrittes zwiſchen den Ritter und ſeine Gegner. 4
„Mothril,“ ſagte ſie,„ich will dieſen jungen Mann von hier weggehen ſehen, hoͤrſt Du? Ich will ihn un⸗


