Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1848)
Entstehung
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Du liebſt mich alſo? fragte Agenor in der höch⸗ ſten Freude.. Ich liebe Dich, erwiederte das Mädchen,und

Du, liebſt Du mich?

Oh! ja, ja, ich liebe Dich, ſprach der junge Mann.

Ich, ich liebe Dich, weil Du tapfer biſt, ſagte Aiſſa;und Du, warum liebſt Du mich?

Weil Du ſchön biſt. 3

Es iſt wahr; Du kennſt nichts von mir, als mein Geſicht, während ich mir erzählen ließ, was Du ge⸗ than haſt.

Du weißt alſo, daß ich der Feind Deines Vaters bin?

Ja.

Du weißt alſo, daß ich nicht nur ſein Feind bin, ſondern daß ein Krieg auf Leben und Tod zwiſchen uns ſtattfindet?

Ich weiß das.

Und Du haſſeſt mich nicht, weil ich Mothril haſſe?

Ich liebe Dich!

In der That, Du haſt Recht. Ich haſſe dieſen Menſchen, weil er Don Federigo, meinen Waffenbruder, auf die Schlachtbank geſchleppt hat l. Ich haſſe dieſen Menſchen, weil er die unglückliche Blanche von Bour⸗ bon ermordet hat. Ich haſſe dieſen Menſchen endlich, weil er Dich mehr wie eine Geliebte, als wie eine Tochter bewacht. Biſt Du denn wohl ſeine Tochter, Aiſſa?

Hoͤ3re, ich weiß es nicht. Mir ſcheint, eines Tags, da ich noch ein Kind war, erwachte ich nach einem lan⸗ gen Schlaf, und als ich die Augen oöffnete, war das erſte Geſicht, das ich erblickte, das dieſes Menſchen; er nannte mich ſeine Tochter, und ich nannte ihn mei⸗ nen Vater. Doch ich liebe ihn nicht; er macht mir bange.