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nahe ſchwebender Tritt verkündigte ihr, daß ſich ihr Vielgeliebter nahte. 3
Mauleon erſchien in dem breiten Streifen des ſil⸗ bernen Lichtes, das der Mond auf den Raum zwiſchen den Gebüſchen und dem Haus warf.
Alsbald hing ſich, leicht wie eine Schwalbe, die ſchöne Maurin, welche nur dieſe Erſcheinung erwartete, an eine lange ſeidene Schnur, die am ſteinernen Bal⸗ con befeſtigt war, fiel, indem ſie ſich auf den Sand herabgleiten ließ, in die Arme von Agenor und ſprach, ſeinen Kopf mit ihren zarten Händen umſchlingend:
„Hier bin ich, Du ſiehſt, daß ich Dich erwartete.“
Und verwirrt vor Liebe, ſchauernd in einer ſüßen Bangigkeit, fühlte Mauleon ſeine Lippen gefangen un⸗ ter einem glühenden Kuß.
Neunzehntes Kapitel.
Liebe.
Doch wenn Mauleon nicht ſprechen konnte, konnte er doch wenigſtens handeln. Raſch zog er Aiſſa unter die Geißblattlaube, welche am Tage vorher Enrique von Transtamare beſchützt hatte, ſetzte hier die ſchöne Mau⸗ rin auf eine Raſenbank und ſiel vor ihr auf die Kniee.
„Ich erwartete Dich,“ wiederholte Aiſſa.
„Habe ich denn auf mich warten laſſen?“ fragte
genor.
„Ja,“ erwiederte das Mädchen,„denn ich erwarte Dich nicht erſt ſeit geſtern, ſondern ſeit dem erſten Tage, wo ich Dich geſehen.“


