ander verketten, und die ſo ſehr dem Glück gleichen, daß ſie alle Mühe haben, zu erwachen.
Als Agenor die Augen öffnete, war die Sonne auch ſchon hoch am Horizont. Er rief ſogleich Muſaron und erfuhr von dieſem, der Prinz ſei am Morgen um vier Uhr zu Pferde geſtiegen und habe ſich von Bordeaur mit der Schnelligkeit eines Menſchen entfernt, der die Gefahr einer ſchwierigen Lage fühlt.
„Gut,“ ſagte er, als er die Erzählung des Knappen, verſchönert mit allen Commentaren, die dieſer beifügen zu müſſen glaubte, gehört hatte,„gut, Muſaron. Wir unſererſeits bleiben noch in Bordeaur dieſen Abend und vielleicht ſogar morgen; doch während dieſer Zeit, das iſt beſchloſſen, gehen wir nicht aus und laſſen uns vor Niemand ſehen. Wir werden in der Stunde des Aufbruchs, welche jeden Augenblick eintreten kann, nur um ſo friſcher ſein. Du, mein Freund, pflege die Pferde gut, damit ſie den Prinzen einholen können, ſelbſt wenn man ihnen eine doppelte Laſt und eine doppelte Schnel⸗ ligkeit auferlegen würde.
„Oho!“ rief Muſaron, der wie man weiß, ſich gegen ſeinen Herrn frei benahm, beſonders wenn dieſer guter Laune war,„wir treiben alſo nicht mehr Politik, wir gehen zu etwas Anderem über. Wenn ich wüßte, henfana⸗ wir übergehen, ſo könnte ich Euch vielleicht
elfen.“
„Du wirſt das um Mitternacht ſehen, Muſaron; bis dahin verhalte Dich ſtill und ruhig und thue, was ich Dir ſage.“
Stets entzückt über ſich ſelbſt wegen des unge⸗ heuren Vertrauens, das er zu ſeinen eigenen Mitteln
hatte, ſtriegelte Muſaron ſeine Pferde, machte er ſeine doppelten Mahle und erwartete Mitternacht, ohne die Naſe an ein einziges Fenſter zu halten.
Nicht daſſelbe war bei Agenor der Fall, denn dieſer hatte beſtändig die Augen an den niedergelaſſenen Vor⸗


