Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1848)
Entstehung
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.Herzens in dem Augenblick, wo ſie in Erfüllung gehen

Agenor, denn ich kann nicht länger auf Dich warten.

3 ein Wahnſinniger, wenn ich mir nur einen Augenblich* dieſe Hoffnung gemacht hätte... Lebe wohl, arme Aiſſa.

Und von ſeinem Fenſter ſchaute er ſo traurig nach dem unter den Sycomoren verborgenen Pavillon, daß der Prinz lächelte. 3

Glücklicher Verliebter! ſagte er, waͤhrend ſeine Stirne düſter wurde;er lebt für einen ſüßen Gedanken, der beſtändig in ſeinem Herzen blüht und ſei durchduftet. Ach! auch ich habe dieſe reizende 1 gekannt, welche in der Tiefe der Seele alle edle und jugendlichen Gefühle vibriren macht.

Ihr nennh mich glücklich, hoher Herr, rief Agenor, und Aiſſa erwarzet mich morgen; morgen ſollte ich Aiſſa ſehen, und ich werde ſie nicht ſehen; hoher Hexr, wenn alle Hoffnungen eines zwei und zwanzigjährigen

ſollten, verſchwindend ein Unglück bilden, ſo bin ich der unglücklichſte Menſch unter der Sonne.

Du haſt Recht; Agenor, ſprach der Prinz,denke alſo nur an die gegenwärtige Stunde; Du trachteſt nicht nach Schätzen, Du verfolgſt nicht eine Krone, Du verlangſt ein ſüßes Wort, Du forderſt einen erſten Kuß: Dein Reichthuͤm iſt eine Frau, Dein Thron iſt der Sitz von Blumen, den ſie morgen mit. Dir theilen ſollte. Oh! verliere dieſen Abend nicht, Agenorz vielleicht wird dies die ſchönſte Perle ſein, welche die Jugend in eine Deiner Erinnerungen niederlegt.

Ihr werdet alſo ohne mich von hier abgehen, gnädigſter Herr? ſprach Agenor.

Noch in dieſer Nacht. Ich will das Gebiet des Engländers verlaſſen; Du begreifſt, der Tag muß anich auf neutralem Lande finden. Drei bis vier Tage ver⸗ weile ich in Navarra, in Pampeluna. Folge mir raſch,

Ohl mein Prinz, rief Agenor,ich ſoll Euch verlaſſen, während Euch eine Gefahr bedroht! Mir ſcheint, für alle Schätze dieſer Liebe, die mich erwartet