Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1848)
Entstehung
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Erpreſſungen. Das Blut, das wir vergießen, iſt zu⸗ weilen ein Blut, das um Rache ſchreit, und deſſen Stimme nicht nur zum Himmel aufſteigt, ſondern auch unwill⸗ kührlich unſere gegen die Schauer und Schreckniſſe des Krieges verhärtete Seele erſchüttert; werden wir nicht, nach einem Leben der Launen und Phantaſien Soldaten eines großen Königs, Streiter Gottes, reich und mäch⸗ tig geworden, das wahre Geſchick jedes Mannes, der ſich dem harten Gewerbe des Ritterthums weiht, haben in Erfüllung gehen ſehen?

Diesmal durchlief ein langes Gemurmel des Bei⸗ falls die Reihen der Kapitäne, denn ſie war ſehr mäch⸗ tig bei ihnen, die Stimme des gewaltigſten Lanzenbre⸗ chers, des kräftigſten Kämpfers ſeiner Zeit. Alle hatten Bertrand an einem Schlachtage bei der Arbeit geſehen, und Mehrere hatten die Schneide ſeines Schwertes oder das Gewicht ſeines Streitkolbens gefühlt; es ſchien ihnen ihrer würdig, ſich der Meinung eines ſolchen Soldaten anzuſchließen.

Meine Herren, fuhr Duguesclin, glücklich über die durch den erſten Theil ſeiner Rede hervorgebrachte Wirkung, fort,vernehmt den Plan, den unſer guter König, Karl V. mir zur Ausführung anvertraut hat. In Spanien ſind die Mauren und Sarazenen frecher und grauſamer als je zurückgekommen. In Caſtilien regiert ein König, der frecher und grauſamer iſt als Mauren und Sarazenen, ein Menſch, der ſeinen Bru⸗ der getöͤdtet hat, meine Herren; einen gewappneten Rit⸗ ter, der die goldene Kette und die goldenen Sporen trägt und ſeine Frau, die Schwägerin von unſerem König Karl, getödtet hat; ein Vermeſſener endlich, der durch dieſes Verbrechen der Stärke der ganzen Ritter⸗ ſchaft der Welt getrotzt zu haben ſcheint, denn damit ein ſolches Verbrechen ungeſtraft bliebe, müßte es keine Ritter mehr auf Erden geben.

Dieſe zweite Periode ſchien einen geringen Ein⸗ druck auf die Abenteurer zu machen. Das Toͤdten ſei⸗