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meine Abtei, wenn ich dieſen Mann träfe, und er ſich herbeiließe, mir ſeine Geſchichte zu erzählen; doch Ihr werdet wenigſtens die Eure vollenden, Meſſire Eſpaing, und mir ſagen, was auf beiden Parteien geſchah, als der Mongat todt war.“
„Der Tod des Mongat endigte die Schlacht; was die Ritter wollten, waren die geraubten Herden, und ſie hatten ſie. Ueberdies wußten ſie, daß, nun da der Mongat todt, die ſo ſehr gefürchtete Beſatzung von Lvurdes zur Hälfte weniger zu fürchten war, denn oft bildet ein einziger Mann die Stärke einer Garniſon oder eines Heeres. Es wurde alſo abgemacht, daß jeder Theil ſeine Verwundeten und ſeine Gefangenen mit⸗ nehmen und daß man die Todten beerdigen ſollte.
„Man hob alſo den ſchwer verletzten Ernauton von Saninte⸗Colombe auf, man beerdigte die Todten da, wo wir ſind, gerade an dem Orte, den unſere Pferde mit den Füßen ſtampfen. Und damit ein ſo braver Kämpe nicht mit den gemeinen Leichnamen vermenzt würde, grub man ein Grab, jenſeits des großen Felſen, den Ihr vier Schritte von uns ſeht, mit einem ſteinernen Kreuz und ſeinem Namen darauf, daß die Pilger, die Reiſenden und die braven Rittersleute im Vorüberziehen ein Gebet für die Ruhe ſeiner Seele ſprechen könnten.“
„Gehen wir zu dem Kreuze, Meſſire Eſpaing,“ ſagte der Abt,„denn ich meines Theils werde von ganzem Herzen ein Vaterunſer, ein Ave Maria und ein De profundis ſprechen.“
Und der Abt gab dem Ritter das Beiſpiel, winkte den Knechten, warf den Zügel ſeines Pferdes einem der⸗ ſelben zu und ſtieg mit einer Ungeduld ab, aus der man erſah, daß der gute Chronikſchreiber, wenn es ſich um ſolche Dinge handelte, um die Hälfte ſeines Alters erleichtert ward.
Meſſire Eſpaing von Lyon that daſſelbe, und Beide wanderten nach dem bezeichneten Ort; doch an der Bie⸗ gung des Felſen blieben Beide ſtehen.


