Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1848)
Entstehung
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G 10

zuſchaute, da er den guten Ritter ſo bedrängt ſah und begriff, ſeine Kräfte wären erſchöpft, nur einen Sprung von dem Orte, wo er ſtand, bis zu Ernauton machte, die Art, die er bald hätte fallen laſſen, aus ſeinen Händen nahm und ihm zurief: 3

Ahl guter Oheim, gebt mir ein wenig dieſe Art und laßt mich machen..

Ernauton war dies ganz lieb; er ließ die Art los und ſtreckte ſich am Rande des Grabens aus, wo ihm ſeine Knechte zu Hülfe eilten, denn er war einer Ohnmacht nahe.

Aber der junge Mann, verſetzte der Geiſtliche, der junge Mann?

Nun wohl, der junge Mann bewies bei dieſer Gelegenheit, daß, obgleich man ihn einen Baſtard nannte, gutes Raceblut in ſeinen Adern floß, und daß ſein Oheim Unrecht gehabt hatte, ihn in einer alten Burg einzu⸗ ſchließen, ſtatt ihn mit ſich zu nehmen; denn kaum war die Art in ſeiner Hand, als er, ohne ſich darum zu be⸗ kümmern, daß er nur ein einfaches Tuchwamms und als einzige Kopfbedeckung eine Sammetmütze hatte, während ſein Feind mit Eiſen bedeckt war, dieſem einen ſo heftigen Streich mit der Schneide ſeiner Waffe oben auf ſeinen Helm verſetzte, daß das Becken geſpalten war und der Mongat ganz betäubt wankte und beinahe zu Boden ſtürzte. Doch es war dies ein zu gewaltiger Kriegsmann, um ſo unter einem erſten Angriff zu fallen. Er richtete ſich wieder auf, ſchwang ſeinen Kolben und führte einen ſolchen Schlag nach dem jungen Mann, daß ihm ſicherlich der Schädel zerſchmettert worden wäre, wenn er ihn getroffen hätte. Doch dieſer, den keine Vertheidigungswaffe beſchwerte, wich dem Streich durch einen Seitenſprung aus, ſtürzte leicht wie ein junger Tiger auf ſeinen Feind los, umſchlang mit ſei⸗ nen beiden Armen den durch den langen Kampf ermü⸗ deten Mongat, bog ihn, wie es der Wind mit einem