Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1848)
Entstehung
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Es iſt wahr, Jehan, erwiederte der Ritter,Ihr hättet ein ſchönes ſeltenes Schauſpiel geſehen. Denn die zwei Streiter waren zwei Kriegsmänner, mächtig an Körper und klug und gewandt in ihrem Gewerbe, auf guten ſtolzen Pferden reitend, welche ebenſo begie⸗ rig zu ſein ſchienen, ſich zu zerfleiſchen, wie ihre Her⸗ ren; doch das Pferd vom Mongat von Saint⸗Baſile fiel zuerſt, getroffen von einem Artſtreiche, der von Ernauton ſeinem Herrn beſtimmt war und das Roß todt zu Boden ſtreckte. Doch der Mongat war, ſo raſch auch ſein Fall, zu erfahren, als daß er nicht Zeit ge⸗ habt hätte, ſeine Füße aus den Bügeln loszumachen, ſo daß er nicht unter ſein Pferd, ſondern neben daſſelbe zu liegen kam und, den Arm ausſtreckend, die vordere Häckſe dem Schlachtroſſe von Ernauton abſchnitt, das vor Schmerz wieherte, wankte und auf ſeine beiden Kniee fiel; Ernauton verlor ſeinen Vortheil und ſah ſich genothigt, zu Boden zu ſpringen. Kaum hatte er dies gethan, als ſich der Mongat wieder auf ſeine Füße erhob und der Kampf abermals begann, wobei Ernauton it ſeiner Art und der Mongat mit ſeinem Streitkolben ſchlug.

Und gerade auf dieſem Platz fiel die ſchöne Waffen⸗ that vor? fragte der Geiſtliche, das Auge funkelnd vor Gluth und als ſähe er den Kampf vor ſich, den man ihm ſchilderte.

Gerade auf dieſem Platze, Meſſire Jehan, und zehnmal haben mir Augenzeugen erzählt, was ich Euch nun erzähle. Ernauton war an der Stelle, wo Ihr ſeid, und der Mongat da, wo ich bin, und der Mongat bedrängte Ernauton ſo gewaltig, daß dieſer, während er ſich vertheidigte, dennoch genöthigt war, zurückzuwei⸗ chen, und kämpfend von dieſem Steine, der zwiſchen den Füßen Eures Pferdes liegt, bis zu jenem Graben zu⸗ rückwich, in den er ohne Zweifel gefallen wäre, als ein junger Menſch, der ganz athemlos während des Kampſes ankam und von der andern Seite des Grabens