Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1848)
Entstehung
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ergriffen die einen ihre Aexte, die andern ihre Schwer⸗ ter, dieſe Keulen, jene jede Waffe, die ihnen unter die Hände fiel, und das wahre Gefecht begann ſo glühend, ſo erbittert, ſo grauſam, daß Niemand um einen Schritt zurückweichen wollte, und daß diejenigen, welche fielen, noch vorwärts zu ſterben ſuchten, damit man nicht ſage, ſie hätten das Schlachtfeld verloren, und ſo ſchlu⸗ gen ſie ſich drei Stunden lang dergeſtalt, daß wie im Einverſtändniß diejenigen, welche zu ſehr ermüdet wa⸗ ren, ſich zurückzogen, hinter ihren Gefährten entweder im Walde, oder auf dem Wiesgrunde, oder am Rande des Grabens ſich niederſetzten, ihre Helme abnahmen, ihr Blut oder ihren Schweiß abwiſchten, einen Augen⸗ blick athmeten, und dann erbitterter als je in den Kampf zurückkehrken, und ich glaube nicht, daß je eine ſo gut angegriffene und ſo gut vertheidigte Schlacht ſeit dem berühmten Kampfe der Dreißig ſtattgefunden hat.

Während dieſes dreiſtündigen Gefechtes wollte es der Zufall, daß die zwei Führer, nämlich der Mongat von Saint⸗Baſile und Ernauton von Saint⸗Colombe, der eine auf der rechten Seite, der andere auf der lin⸗ ken kämpften. Doch Beide ſchlugen ſo kräftig und ſo hageldicht, daß ſich am Ende die Menge vor ihnen öffnete und ſie ſich einander gegenüber fanden. Da dies der Wunſch von Beiden war und da ſie ſich ſeit dem Anfang des Gefechtes unaufhörlich gerufen hatten, ſo ſtießen Beide, als ſie ſich erblickten, einen Freudenſchrei aus, und als ob die Andern begriffen hätten, jeder Kampf müßte vor dem ihrigen verſchwinden, zog man ſich beiſeit, überließ ihnen das Terrain, und das allge⸗ meine Treffen hörte auf, um dieſem Einzelnkampfe Platz zu machen.

Ah! ſagte der geiſtliche Herr, den Ritter mit einem Seufzer unterbrechend,warum war ich nicht da, um ein ſolches Kampfſpiel zu ſehen, das an die ſchönen Zeiten des Ritterthums erinnern mußte, welche leider vorüber ſind, um nie wiederzukehren!