Agenor. 159
Der Himmel ſchien das Unternehmen zu begünſtigen; die Nacht war dunkel und ſtürmiſch, und gegen neun Uhr begann es ſogar heftig zu regnen. Agenor und Muſaron befanden ſich bereits ſeit Sonnenuntergang in der uns bekannten Höhle. Längs der Verſchanzung waren ausgewählte Officiere aufgeſtellt, die ſich kleine Niſchen in die Erde gegraben hatten, in denen ſie des Nachts bei ſchlechtem Wetter zubrachten und die eine ununter⸗ brochene Linie von Wachen um die ganze Feſtung bilde⸗ ten. Auf dem Walle ſelbſt ſtanden Schildwachen in größeren Entfernungen von einander; ſie hatten ſich wegen des Regens in ihre Mäntel gehüllt und einige hatten ſich ſogar niedergelegt.
Nach zehn Uhr ſahen Agenor und Nuſaron drei Officiere mit der größten Vorſicht vom Schloſſe herab⸗ kommen, um eine Stelle der Verſchanzung zu unterſuchen, wo ſich keine Schildwache befand und die nur von dem an der äußeren Schanzverkleidung ſtehenden Officiere be⸗ wacht wurde. Agenor hörte, wie die drei Abgeſandten Don Pedro's ſich gegenſeitig ihre Freude über dieſe Ent⸗ deckung ausdrückten, während ſie wieder auf das Schloß zurückkehrten.
Er ſchickte ſogleich Muſaron an den zunächſtſtehen⸗ den Officier ab, um demſelben zu melden, daß ſich etwas


