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Frédérick war in der ganzen Kraft ſeines Talentes.
Er ſpielte in Rouen in Richard Darlington, im Thurm von Nesle, im Spieler.
Herr Guſtave ging natürlich von den erſten Rollen zu den zweiten und ſogar zu den dritten über.
Im Prolog von Richapd ſpielte er den Arzt; im Thurm von Nesle den Taugenichts, der die Scene mit dem Rufe eröffnet:„Ho! Meiſter Orſini! Teufelswirth!“.. im Spieler gab er endlich den Freund des Spielers.
Er trat ſodann mit Potier auf, der nach Rouen kam, mit Arnal und endlich mit der Dorval.
Als er eines Abends in die Loge der großen Künſtlerin gegangen war, um ihr Complimente zu machen, ſagte ſie zu ihm, nachdem ſie ihn eine Zeit lang mit ihren ſchönen, ſanften, klaren Augen ange⸗ ſchaut hatte:
„Guſtave.“
„Madame?“
„Soll ich Ihnen einen Rath geben?“
„Ich glaube wohl.“
„Werden Sie ihn befolgen?“
„Ich werde mich bemühen.“
„Glauben Sie mir, gehen Sie nach Paris.“
„Das würde ich ſehr gern thun.“ 7
„In der Provinz wird man in ein Rollenfach ein⸗
geſetzt; iſt man einmal in dieſes Rollenfach geſetzt, ſo
kommt man nicht mehr heraus.“ „Ich bemerke es wohl.“ „Sie ſpielen die zärtlichen Väter.“ „Das iſt nicht mein Beruf, glauben Sie mir.“ „Ihr Rollenfach ſind die großen erſten Rollen. Sie müſſen Helden⸗ und Charakterſpieler werden.“ „Das iſt auch meine Meinung, aber...“ „Man muß aber Jemand kennen, wollen Sie ſagen?“


