Druckschrift 
Abenteuer und Drangsale eines Schauspielers / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
Einzelbild herunterladen

eſem ſoll

inen

205

wurde die Statue unter dem Beifallsgeſchrei eines ge⸗

drängt vollen Saales bekränzt.

An dieſem Abend war der Name von Guſtave in Aller Mund.

An dem darauf folgenden Tage wurde die Statue nach dem Rathhauſe gebracht, und die ganze Stadt de⸗ filirte vor ihr.

Alle Journale gaben Berichte über die Feierlich⸗ keit und erhoben Herrn Guſtave in den Himmel.

Der junge Mann ſammelte alle Journale, die von ihm ſprachen, und ſchickte ſie Vater Jean.

Drei Tage nachher hörte Guſtave, noch ſchlafend, an ſeine Thüre klopfen; er erwachte, ſprang aus ſei⸗ nem Bette, lief an die Thüre und rief:

Es iſt Papa!

Er öffnete die Thüre.

Es war in der That der Vater.

Der Vater lachte nicht, Sie wiſſen, daß er das Lachen verlernt hatte, doch er weinte.

Es gibt Scenen, die man nicht einmal zu erzählen verſucht.

Jeder Menſch, ſelbſt der ſchlimmſte, hat in ſeinem Herzen irgend eine Erinnerung an eine ſolche Scene. Er mag ſich zu ihr zurückverſetzen: ſein Gedächtniß wird ihm mehr darüber ſagen, als unſere Feder.

Der Vater blieb drei Tage in Rouen und ſah ſei⸗ nen Sohn drei verſchiedene Rollen ſpielen.

Es brauchte bei ihm nicht weniger, als das Bei⸗ fallklatſchen eines ganzen Saales, dreimal wiederholt, um dem jungen Manne zu verzeihen, daß er Corneille im Theater von Rouen machte, ſtatt Capitäler in der Madeleine⸗Kirche zu machen.

In der Nacht, welche der Abreiſe des Vaters vor⸗ herging, legte ſich Guſtave zuerſt zu Bette; der Vater zündete ſeine Pfeife an und blieb an der Ecke des