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Beide hatten einen großen Succeß.
Dann gab Herr Guſtave alle große Rollen des modernen Dramas: den Herzog von Guiſe in Hein⸗ rich III, Karl den Fünften in Hern ani, Raphael⸗ Bazas in Clotilde, Buridan im Thurme von
Nesle.
Herr Guſtave, den die Arbeit arbeiten macht, und der träge iſt, wie ein Neapolitaner, wenn ihm die Proben nicht das Fieber geben, lernte mitten unter Allem dem, um noch eine andere Sehne an ſeinem Bogen zu haben, wie man in der guten Geſellſchaft ſagt, oder um noch einen Rummel mehr zu haben, wie man bei der hohen und der niedern Bank ſagt, Herr Guſtave lernte die Aetzkunſt bei Brevières, dem großen Künſtler, der Paul und Virginie, den Napoleon illuſtrirt und in der Geſchichte der Maler das Blatt: die Sabinerinnen von David geſto⸗ chen hat.
Da fing Herr Guſtave in ſeinen verlorenen Au⸗ genblicken an, die Revue de Caen zu illuſtriren.
Eines Tages ſuchte ihn Valter auf.
Valter war der Director, ein guter armer Burſche, den ich wohl gekannt, und der mir die erſten tragiſchen Verſe, die ich gemacht, recitirt hat.
Valter trat in das Zimmer ſeines Bühnenmit⸗ glieds in dem Augenblick ein, wo Herr Guſtave eine Lage Firniß auf einer Kupferplatte ausbreitete.
„Ahl! das iſt nicht Alles,“ ſagte er.
Herr Guſtave ſchaute empor und fragte:
„Was gibt es denn, mein lieber Herr Director?“
„In einem Monat iſt der Geburtstag von Pierre Corneille.“
„Gut! und Sie wollen, daß ich Verſe ſpreche?“
„Ah! ja wohl.“
„Was wollen Sie denn?“
„Man bekränzt gewöhnlich eine Büſte.“


