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Abenteuer und Drangsale eines Schauspielers / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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ſeine Beinkleider ſein mochten, unabänderlich blaue Strümpfe.

In moraliſcher Hinſicht war er ein Mann von ſo vollkommener Freundlichkeit und Höflichkeit, daß er in ſeinen Manieren etwas vom Prälaten hatte. Dieſe außerordentliche Artigkeit diente bei ihm als Hülle für eine mächtige Energie.

Eines Tags, als er bekleidet mit dem königsblauen und hellblau geſtickten Fracke eines Präfecturrathes, mit ſeinen Nankinhoſen, ſeinen blauen Strümpfen, das Kinn friſch raſirt und umrahmt von einer weißen Halsbinde, der Ziehung der Conſcription beiwohnte, zog ein armer normanniſcher junger Menſch die Num⸗ mer 1. Der junge Mann hatte keinen Befreiungsgrund, und es war alſo ſehr wahrſcheinlich, daß er abgehen mußte; ſeine Mutter, die ſich in einem Winkel vom Saale des Rathhauſes befand, erhob auch ein gewal⸗ tiges Geſchrei.

Dieſes Geſchrei berührte unangenehm das Trom⸗ melfell des bei der Ziehung anweſenden Generals.

„Laßt die Schreierin abtreten!“ rief er mit lauter Stimme.

Eine ſolche Brutalität empörte Herrn Lair, und er ſagte mit, ſeinem ſanfteſten, artigſten Tone:

„Ah! General, ehren Sie den Schmerz einer Mutter.“

Ein Gemurmel des Beifalls folgte auf die Worte von Herrn Lair mit der eiſigen Stille contraſtirend, welche auf die des Generals gefolgt war.

Die von Seiten von Herrn Lair höfliche Lec⸗ tion war ſtreng von Seiten des Publikums ge⸗ worden.

Der General, der ſich nicht an das Publikum halten konnte, hielt ſich an Herrn Lair.

Er warf ſeinen Kopf an die Lehne ſeines Stuhles zurück, um mit ſeinem hinter ihm ſitzenden Adjutanten