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Es war von nichts mehr die Rede.
Ein ganzes Jahr lang blieb der junge Menſch noch die Sculptur ſtudirend bei Herrn Odelli; er ſchwänzte aber immer wieder die Schule den Theatern, den Kunſtreitern und den Seiltänzern zu Liebe.
Was ihm eine ſo unberechenbare Anzahl Prügel von ſeinem Vater eintrug, daß er, um welchen Preis es auch ſein möchte, in der Hauptſtadt Kunſt zu trei⸗ ben beſchloß.
FHaben die Menſchen ihren Platz in der Zukunft bezeichnet, ſo iſt immer eine Vorſehung da, welche im gegebenen Augenblick einen Menſchennamen ent⸗ lehnt, den Auserwählten bei der Hand nimmt und führt, wohin er gehen will.
Die Vorſehung des jungen Mannes nahm den Namen Herr Lair an.
Herr Pierre Aimé Lair war Präfecturrath. Er war einer von den Männern, welche ſo koſtbar für die Provinzſtädte zweiten Ranges, weil ſie ſich an die Spitze des Fortſchrittes ſtellen und allen Verbeſſerungen die Hand bieten. 1
Sagen wir, was in phyſiſcher und moraliſcher Hinſicht Herr Pierre Aimé Lair war, den die Stadt Caen vor zwei Jahren zu verlieren das Unglück ge⸗ habt hat.
In phyſiſcher Hinſicht war er ein Mann von mittlerem Wuchſe, braun, mager, blatternarbig, immer ſehr gut raſirt, was den untern Theil ſeines Geſichtes kobaltblau machte; ſeine Tracht war die eines zurück⸗ gebliebenen Provinzbewohners, wodurch indeſſen ſeiner großen natürlichen Diſtinction durchaus kein Abbruch geſchah: er trug gewöhnlich einen blauen Rock, eine weiße Weſte, Nantinbeinkleider im Sommer, eine Tuch⸗ hoſe im Winter; er zog ſelten Stiefel an, und wenn er keine hatte, ſo trug er, von welcher Farbe auch


