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wollen, ſank er auf das Bett des Kindes und er⸗ wiederte:
„Nein, nein, mein Kind, ſei ruhig! überdies wache ich über Dir.“
„Ich danke, Vater,“ ſagte die ſanfte Stimme des Kindes.
Das waren die letzten Worte, die Etienne ſeinen Bruder ſprechen hörte.
Eine Stunde nachher fing der Sterbende an zu röcheln. „Geh zur Tante,“ ſagte zu Etienne der Vater, der nicht wollte, daß er Zeuge vom Todeskampfe und vom Tode ſeines Bruders ſein ſollte.
Das Kind gehorchte, ohne ein Wort zu erwiedern.
Zum Glück brauchte man, um zur Tante zu gehen, nicht am Fuße des Thurmes zu paſſiren.
Nach dem, was Etienne ſeinen Bruder hatte ſagen hören, würde er eher die Nacht auf der Thürſchwelle zugebracht, als dem Granitrieſen getrotzt haben.
Er lief zu ſeiner Tante und erzählte, was vorge⸗ fallen war.
Der Vater war beim Kinde geblieben.
Gott allein wohnte als Dritter dem Todes⸗ kampfe bei.
Am andern Tage, gegen Mittag, wurde die Thüre der Tante geöffnet..
Der Vater erſchien auf der Schwelle.
Er war bleich und ſtumm.
Er ſchloß langſam und leiſe die Thüre; dann ſetzte er ſich, immer ſtill, in einen Winkel.
Niemand wagte es, ihn zu fragen.
Endlich wandte ſich der kleine Etienne gegen ihn und ſagte:
„Vater, wie geht es meinem Bruder?“
„Beſſer,“ antwortete der alte Soldat mit einer
Stimme, deren Ausdruck ſich nicht beſchreiben läßt.


