Druckschrift 
Otto der Schütz : rheinische Sage ; Chronik von König Pipin / von Alexander Dumas. Aus dem Franz. von W. L. Wesché
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Findeſt Du nicht, Karl, daß Otto außerordent⸗ lich dem jungen Ritter gleicht, der mit ſeiner Mutter tanzt? Der Graf Karl erbebte nun auch. Dieſe wenigen Worte waren für ihn das, was für den in der Einöde verirrten Wanderer ein die Nacht erleuchtender Blitz iſt; bei ſeinem grauſigen Lichte, ſo flüchtig es auch geweſen war, hatte er den Abgrund geſehen; indeſſen, welche Freundſchaft er auch für den Landgrafen hatte, die Aehn⸗ lichkeit des Jünglings mit dem Manne war ſo überra⸗ ſchend, daß er, obgleich er die Wichtigkeit ſeiner Ant⸗ wort errieth, ſich nicht enthalten konnte ihm zu ant⸗ worten:

Es iſt wahr, Ludwig, man ſollte meinen, es wä⸗ ren zwei Brüder.

Kaum hatte er indeſſen dieſe Worte ausgeſprochen, als er, da er einen Schauder den ganzen Körper deſſen überlaufen fühlte, gegen den er gelehnt war, ſich hinzuzu⸗ fügen beeilte:

Was beweiſet das am Ende?

Nichts, antwortete der Landgraf mit dumpfer Stimme, nur war es mir ſehr lieb, Deine Meinung dar⸗ über zu erhalten. Jetzt komm, um mir das Ende Dei⸗ nes Feldzuges zu erzählen.

Und er führte ihn zu denſelben Seſſel zurück, in⸗ welchem Karl ſeine Erzählung begonnen hatte, eine Er⸗ zählung, die er dieſes Mal beendigte, ohne unterbrochen zu werden.

Kaum hörte er auf zu ſprechen, als ein Mann an