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Otto der Schütz : rheinische Sage ; Chronik von König Pipin / von Alexander Dumas. Aus dem Franz. von W. L. Wesché
Entstehung
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der Landgraf nach der letzten Unterbrechung, wie als ob er ſeinen Freund vergeſſen hätte, nicht zurückkehrte, um ſeinen Platz neben ihm wieder einzunehmen, ſo ſtand die⸗ ſer auf; er näherte ſich von Neuem der Thür des Tanz⸗ ſaales, durch welche in dieſes abgelegene und dunkle kleine Zimmer ein Strom von Licht drang, und dieſes Mal hörte ihn derjenige, zu dem er trat, denn er erhob den Arm, ohne den Kopf abzuwenden. Der Graf Karl nahm den durch dieſe Bewegung angedeuteten Platz ein, und der Arm des Landgrafen ſank auf die Achſel ſeines Waffen⸗ bruders herab, den er krampfhaft an ſich drückte.

Es fand offenbar ein ſchrecklicher und geheimer Kampf in dem Herzen dieſes Mannes ſtatt, und dennoch mogte Karl noch ſo ſehr die Augen auf dieſe fröhliche Menge werfen, er ſah Nichts, was ihm die Urſache einer ſolchen Gemüthserſchütterung anzudeuten vermogte; indeſ⸗ ſen war ſie zu ſichtbar, als daß ein ſo treuer Freund, wie es der Graf war, ſie nicht hätte gewahren und nicht einige Beſorgniſſe darüber faſſen ſollen. Er blieb indeſſen ſtumm, wohl einſehend, daß die erſte Pflicht der Freundſchaft gebietet, das Geheimniſſes der Dinge zu ach⸗ ten, welche jene verbergen will; aber in Herzen, welche daran gewöhnt ſind, ſich zu errathen, beſteht auch eine ſympathetiſche Berührung, ſo daß der Landgraf, indem er dieſes vertraute Schweigen verſtand, ſeinen Freund anblickte, die Hand auf ſeine Stirn legte, einen Seufzer ausſtieß, und dann nach einem letzten Augenblick des Schwankens mit dumpfer Stimme, wobei er ihm ſeinen Sohn mit dem Finger zeigte, zu ihm ſagte: