Druckschrift 
Die Gräfin von Salisbury : historischer Roman / von Alexandre Dumas. Deutsch von Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Entstehung
Einzelbild herunterladen

☛—2——³—

— u—

N

—, 8½ 222

ᷣ

31

Monſeigneur, denn der Biſchof von Exeter, der Euch zur Königin gebracht hatte, ſetzte bei ſeiner Ankunft in London den König Eduard von dem in Kenntniß, was vorging; er ſchrieb ſogleich an die Königin, ſie ſolle zurückkehren, und richtete unmittelbar einen Brief an Euch, um Euch aufzufordern, Eure Mutter zu verlaſ⸗ ſen, und nach England zurückzukommen.“ 3

„Ich erhielt ihn nie,“ unterbrach Eduard,„und höre jetzt zum erſtenmal davon ſprechen, denn nur mein Va⸗ ter konnte mich von dieſem Umſtande in Kenntniß ſetzen, und die Königin erlaubte mir niemals, in ſeinem Ge⸗ fängniſſe ihn zu beſuchen.“

„Dieſer Brief wurde durch Mortimer unterſchlagen.“

„Der Niederträchtige!“ murmelte Eduard.

„Die Königin antwortete durch ein Manifeſt, worin ſie ſagte, daß ſie erſt nach der Verbannung der Hugo Spenſer aus dem Rathe und der Umgebung des Kößigs, nach England zurückkehren würde.“—

„Wer verfaßte dieſes Manifeſt?“

„Ich weiß es nicht; es wurde mir von Mortimer dictirt, aber in Gegenwart der Königin und des Gra⸗ fen von Kent. Es brachte in London die Wirkung her⸗ vor, die man davon erwarten konnte: die mißvergnüg⸗ ten Barone ſchaarten ſich um die Königin und um Euch.“

„Um mich! um mich! Aber man wußte wohl, daß ich nur ein armes Kind war, unkundig deſſen, was vorging, und deſſen Namen man ausbeutete; denn Gott ſtrafe mich auf der Stelle, wenn ich jemals gegen mei⸗ nen Vater conſpirirt habe!“ „Inzwiſchen, und da König Karl der Schöne den