Druckschrift 
Die Gräfin von Salisbury : historischer Roman / von Alexandre Dumas. Deutsch von Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Beiſtand an Geld und Menſchen vorbereitete, den er ſeiner Schweſter verſprochen hatte, ſah er an ſeinem Hofe Thibault von Chatillon, Biſchof von Saintes, ankommen. Er brachte Briefe von Johann XXII., der damals auf dem heiligen Stuhle zu Avignon ſaß; ſie waren ohne Zweifel auf Anſtiften des Hugo Spen⸗ ſer geſchrieben worden, denn ſie befahlen dem Köͤnige Karl bei Strafe der Excommunication, ſeiite Schweſter und ſeinen Neffen wieder nach England zu ſchicken. Von da an wollte Euer Oheim nicht nur Eure Partei gegen die Kirche nicht mehr unterſtützen, ſondern er verpflich⸗ tete ſich auch förmlich gegen den Biſchof von Saintes, die Königin und Eure Hoheit in die Hände des Günſt⸗ lings Eures Vaters zu überliefern. Doch die Königin wurde rechtzeitig gewarnt.“

„Durch den Grafen Robert von Artois, nicht wahr? Ja, ich weiß es. Als er, gleichfalls verbannt, meine Gaſtfreundſchaft nachſuchte, war's dieſer Dienſt, den er hauptſächlich bei mir geltend machte.“ Er ſagte Euch die Wahrheit, Sire. Die Königin, erſchrocken, wußte nicht, wen ſie um den Beiſtand bit⸗ ten ſollte, den ihr Bruder ihr verweigerte; da war es wieder der Graf Robert von Artois, der ihr rieth, nach dem Reiche hin zu fliehen; er ſagte zu ihr, daß ſie vort eine beträchtliche Zahl von vornehmen, tapfern und lohalen Seigneurs ſinden würde, und unter andern den Grafen Wilhelm von Hennegau, und den Herrn von Beaumont, ſeinen Bruder. Die Königin gab dieſem Rathe Gehör, reiſete in der nämlichen Nacht ab, und ſchlug den Weg nach Hennegau ein.“

—

.