die Grafſchaft Flandern eine Maſchine wäre, die man
lange Zeit nach Art einer Tuchmanufaktur oder einer Bierbrauerei regieren könnte.“
„Lieber Oheim,“ verſetzte Eduard lächelnd,„Jhr ſeyd als Nachbar bei der Frage allzu ſehr betheiliget, als daß wir es hinſichtlich der Meinung, die wir von den guten Leuten von Ypern, Brügge und Gent faſſen ſol⸗ len, völlig auf Euern Ausſpruch möchten ankommen laſ⸗ ſen; wenn ſie übrigens Eure Zwiſte mit dem Reiche benützten, um ſich Eurer Macht zu entziehen, habt nicht auch Ihr Herren das Zwiſchenreich ein wenig benützt, um jener des Reiches zu entrinnen, und die Burgen zu bauen, die ſie Euch verbrannten? was Euch, wenn ich nicht irre, in Bezug auf Ludwig V. von Bayern und auf Friedrich III. ungefähr in die nämliche Lage bringt, in welcher die Gemeinden von Flandern ſich Lud⸗ wig von Creſſy gegenüber befinden. Glaubt mir, Beau⸗ mont, nehmen wir nicht Partei für einen Mann, wel⸗ cher ſich ich weiß nicht durch welchen Abt von Vozelay leiten ließ, der nichts von Adminiſtration verſtand, und nur darauf dachte, auf Koſten des Volkes ſich zu be⸗ reichern. Erinnert Ihr Euch an jenes geiſtliche Stück, das vor zehn Jahren mit großem Triumphe durch die Zunft der Barbiere von Cheſter in unſerer Gegenwart geſpielt wurde? Nein, denn Ihr waret, wenn mein Gedächtniß mich nicht täuſchet, mit Euren Leuten in Folge jenes großen Streites nach Flandern zurückge⸗ kehrt, der am Dreifaltigkeitsfeſte 1327 zwiſchen den Hennegauern und den Engländern in unſerer Stadt Dort ausbrach. Wohlan, jenes geiſtliche Stück diente
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