Geiſte; denn er warf auf die ganze Verſammlung einen fragenden Blick, dem Niemand antwortete. Da er alſo. einſah, daß er eine unmittelbare Frage ſtellen müſſe, 1 um eine genaue Erklärung zu erhalten, wendete er ſich zu einem edlen und jungen Ritter des Landes Henne⸗ gau, der vor der Königin zerlegte, und ſagte zu ihm: „Herr Walter von Mauny, ſolltet Ihr etwa wiſſen, was für eine wichtige Angelegenheit uns heute der An⸗ weſenheit unſers Gaſtes und Vetters, des Grafen Ro⸗ bert von Artois beraubt? Sollte ihn unſer Oheim, der König Philipp von Frankreich, wieder zu Gnaden auf⸗ genommen, und er ſo große Eile gehabt haben, unſere Inſel zu verlaſſen, daß er ſogar vergaß, uns den Ab⸗ ſchiedsbeſuch zu machen?“
„Ich vermuthe, Sire„“ antwortete Walter von Mauny,„der Herr Graf Robert dürfte nicht ſo ſchnell vergeſſen haben, daß König Eduard ſo großmüthig war; ihm ein Aſyl zu gewähren, welches, aus Furcht vor dem Könige Philipp, die Grafen von Auvergne und Flandern ihm verweigert hatten.“
„Dennoch that ich nur, was ich ſollte, Walter, der Graf Robert iſt aus königlichem Geblüte, weil er vom Könige Ludwig VIII. abſtammt, und daß ich ihn auf⸗ nahm, war wohl das Mindeſte. Uebrigens iſt das Verdienſt der Gaſtfreundſchaft meinerſeits nicht ſo groß, als jenes der Fürſten geweſen wäre, die Ihr ſo eben nanntet. England iſt, durch die Gnade des Himmels, eine ſchwerer zu erobernde Inſel, als die Berge der Au⸗ vergne und die Sümpfe von Flandern, und kann un⸗ geſtraft dem Zorne unſers Oberlehensherrn, des Königs
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