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Die Gräfin von Salisbury : historischer Roman / von Alexandre Dumas. Deutsch von Friedrich Wilhelm Bruckbräu
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ihnen alle Gäſte, die, an dem ihnen beſtimmten Platze angekommen, ſich umkehrten, Jeder zu dem ihm zur Bedienung beigegebenen Pagen; dieſer goß Waſſer aus der Kanne in das Becken, und reichte den Rittern und Damen Waſchwaſſer. Nach Vollendung dieſer vorläu⸗ figen Ceremonie verfügten ſich die Gäſte auf die Bänke, welche die Tafel umgaben; die Pagen ſtellten das Sil⸗ bergeſchirr wieder auf die prächtigen Credenztiſche, von denen ſie es genommen hatten, kehrten zurück, und harreten, regungslos ſtehend, der Befehle ihrer Gebieter.

Eduard war ſo ſehr in Gedanken verſunken, daß der erſte Gang abgetragen wurde, bevor er bemerkte, daß der nächſte Platz zu ſeiner Linken leer geblieben war, und daß ein Gaſt bei ſeinem königlichen Feſtmahle fehlte. Nach einer Pauſe des Schweigens jedoch, das Niemand zu unterbrechen wagte, durchliefen ſeine Blicke, ſey's daß ſie auf Gerathewohl herumſchweiften, oder ei⸗ nen Haltpunkt ſuchten, dieſe lange Reihe von Rittern und Damen, in Gold und Edelſteinen funkelnd bei dem ſprühenden Schimmer von fünfzig Fackeln, hafteten ei⸗ nen Augenblick mit einem unbeſchreibbaren Ausdrucke verliebten Sehnens auf der ſchönen Elſe von Granfton, die zwiſchen ihrem Vater, dem Grafen von Erby, und ihrem Ritter, Peter von Montaigu, ſaß, dem, zur Be⸗ lohnung ſeiner guten und treuen Dienſte, der König eben erſt die Grafſchaft Salisbury geſchenkt hatte, und verweilten zuletzt mit Erſtaunen auf dieſem ihm ſo nahen

Platze;; Jeder hätte um die Ehre geſtritten, ihn einzu⸗

nehmen, und doch war er leer geblieben. Ohne. fel änderte dieſer Anblick den Ideengang von Ed