Teil eines Werkes 
10. Bd. (1856)
Entstehung
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lebendige Leiche einherwandelt, und finde Sie hier um nicht viel beſſer. Es iſt Zeit, daß dem Dinge ein Ende gemacht werde. Ihr magert Beide ab zum Erbarmen. Hallo! Sie ſind wenigſtens kein ſo halsſtarriger Dick⸗ kopf, wie der Andere, und darum glaube ich, daß das Unrecht bei dem ganzen Handel mehr auf ſeiner Seite iſt. Sie dagegen ſind der Verſtändigere, an Ihnen iſt es alſo, den erſten Schritt zur Verſöhnung zu thun.

Esperance blickte finſter vor ſich nieder und ſchwieg.

Harnibieu! rief Crillon, ich habe mich einmal verpflichtet, Sie wieder zu verſöhnen, und Sie werden ſich verſöhnen; ich habe ſogar mit dem Könige davon geſprochen.

Der junge Mann erſchrak ſichtlich.

Zu was das? ſprach er raſch; hat der König nicht ſchon Sorgen genug, um ihn noch mit einer ſolchen Kleinigkeit, wie das Zerwürfniß zweier ſo unbedeutenden, jungen Leute, zur Laſt zu fallen? Was kann den König ein Esperance, ein Pontis kümmern? Er hat andere

Dinge im Kopfe! Was haben Sie ihm für einen Begriff von uns beigebracht? Und was wird der Hof⸗ darüber nicht Alles ſchwatzen!.

Der Ton Esperance's, ſein Schrecken, ſeine Aufregung machte Crillon ſtutzig; der alte Kriegsmann war es aus dem Felde her gewöhnt, bei Recognoscirungen auf jede Kleinigkeit zu achten und daraus weiter zu ſchließen. Dieſe Uebung kam ihm hier trefflich zu ſtatten.

Wie Sie das ſagen! verſetzte er, Esperance, auf