Teil eines Werkes 
9. Bd. (1856)
Entstehung
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Hofe des Hoôtels und einen Augenblick darauf meldete der Kammerdiener Herrn von la Varenne. Noch niemals hatte der königliche Liebesbote es ge⸗ wagt, bei hellem Tageslichte im Hôtel der Entragues zu erſcheinen; er mußte diesmal alſo eine außerordentliche, ſo zu ſagen officielle Veranlaſſung dazu haben.

Die Unruhe der Familie ward dadurch nur vermehrt, und verwandelte ſich ſogar in Schrecken, als ſie den klei⸗ nen Mann mit mürriſchem Geſicht und gerunzelter Stirn eintreten ſah.

Vater, Mutter und Sohn eilten ihm entgegen; drei Seſſel wurden ihm zugleich geboten; ächzend und ſtöh⸗ nend vor Müdigkeit ließ er ſich auf dem bequemſten der⸗ ſelben nieder.

Puh! Ihr Diener, meine Damen! Ah! Ihr ganz Ergebenſter, meine Herren! Die Gegen⸗ wart des Herrn Grafen von Auvergne ſagt mir, daß Sie bereits von Allem unterrichtet ſind.

Leider! ſeufzte der Vater, während Marie Touchet nur ſtumm die Augen gen Himmel erhob.

Diesmal ſind wir noch mit einem blauen Auge davon gekommen, fuhr la Varenne fort.

Davon gekommen, ſagen Sie? rief Henriette, den kleinen Mann an der Schulter packend und kräftig ſchüttelnd.

Durch ein wahres Wunder! Sagen Siel erzählen Sie! riefen vier Stimmen zugleich.

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