Teil eines Werkes 
8. Bd. (1856)
Entstehung
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Was befehlen Ew. Majeſtät, daß ich antwor⸗ ten ſoll?

Ich werde es mir überlegen.

Die Frau Marquiſe von Monceaux erwartet Ew. Majeſtät Befehle, meldete jetzt ein eintretender Stall⸗ meiſter.

Der König erſchrak ein wenig, faßte ſich aber ſo⸗ gleich wieder.

Ach, ja! rief er, unſere theure Marquiſe brechen wir alſo auf. Du, la Varenne, wendete er ſich leiſe zu dieſem, wirſt ſchon einem Gelegenheit herbeiführen, um mich insgeheim zu ſprechen. Ja ſo, das Billet!

Er überflog es noch einmal, warf es dann ins Feuer, und wie ein Jüngling durch die Gallerie und die Treppe hinabſpringend, rief er:

Man muß die Damen niemals warten laſſen!

Einige Augenblicke darauf ſaß er zu Pferde, nach⸗ dem er zuvor ſelbſt der Marquiſe den Steigbügel ge⸗ halten und ſie mit der größten Zuvorkommenheit, mit den zarteſten Galanterien überſchüttet hatte, ohnſtreitig um die beabſichtigte Untreue ſeines unverbeſſerlichen Flatter⸗ finnes wieder auszugleichen.

Der König und Gabriele hatten nur einen einzigen Stallmeiſter und einen Pagen mit ſich genommen. Hein⸗ rich war ein trefflicher Jäger und kannte alle Abtheilungen und Kreuzwege des Forſtes ganz genau; nachdem er ſich daher in der Richtung orientirt, ſprengte er gerade auf die Jagd zu.