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— La Varenne wird mir meinen Hut und die Reit⸗ peitſche ſchon geben; geht hinaus, ſagte der König.— Nun, fahre fort, la Varenne.
— Man hat mir dies hier für Ew. Majeſtät ein⸗ gehändigt.
Und dabei überreichte er dem König ein kleines Bil⸗ letchen, das dieſer eilig aufriß und las:
„Theurer Sire!.
„Der Gedanke an Sie füllt meine Tage wie meine Nächte. Wie kann man ſolche Qualen leiden und noch leben? Und wie könnte ich leben, ohne dieſe entzücken⸗ den Qualen? Das großmüthige Herz Heinrichs wird mich beſſer verſtehen, wie ich mich ſelbſt verſtehe!
„Henriette.“
— Welche Liebe! rief Heinrich entzückt.
— Es iſt eine wahnſinnige Leidenſchaft, fügte la Varenne leiſe hinzu.
— Du meinſt wirklich?
— Kein Zweifel, Sire. Sie hätten ſie ſehen ſollen, als ſie von Ihnen ſprach; das leibhafte Bild einer Bachan⸗ tin— aber der ſchönſten und reizendſten, die es jemals gegeben haben kann! Ach, wie ſchön!
Der leicht entzündbare Heinrich erbebte am ganzen Körper; der Anblick, den er damals auf der Fähre von Pontoiſe gehabt hatte, ſchwebte ihm wieder deutlich vor Augen.
— Ach, ja! murmelte er lüſtern, ſie iſt eine vollen⸗ dete Schönheit!.
Gabriele. VIII. 2


