Teil eines Werkes 
8. Bd. (1856)
Entstehung
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Prozeſſe ſtets! rief Gabriele lachend und den König zu dem kleinen la Varenne ziehend.

So tief dieſer aber auch ſeine Naſe in das Veilchen⸗ beet vergraben hatte, bemerkte er die Nahenden doch; jedenfalls mochte er aber gegründete Urſachen haben, ein Zuſammentreffen mit Gabriele zu vermeiden, denn immer⸗ fort botaniſirend zog er ſich nach einem dichten Hollunder⸗ gebüſch hin, hinter dem er mit guter Manier davon⸗ ſchlüpfen konnte.

Oyho!l ſagte Gabriele, ich glaube gar, er fürchtet ſich vor mir.

Strohkopf! murmelte der König zwiſchen den Zähnen. Wahrhaftig, Marquiſe, man ſollte meinen, er wolle ſich vor Ihnen verbergen. Heda! Fouquet komm her, Du Hansnarr!

Fouquet war allerdings la Varenne's früherer Name, als er noch Haushofmeiſter Katharina's von Navarra war, und bevor ihm noch der Briefträgerpoſten das Marquiſat eingebracht hatte; wenn ihn aber der König bei jenem früheren Namen rief, dann wußte der neugebackene Herr Marquis auch, daß die Wetterfahne auf Sturm ſtand. Er ſpitzte alſo die Ohren, lief ſchleunigſt herbei und ent⸗ ſchuldigte ſich tauſend und tauſendmal wegen ſeiner Hart⸗ hörigkeit beim König und Gabriele, welche Letztere immer heiterer ward. 3

Heinrich, der ſo viel Geiſt und Verſtand beſaß, hätte ſich wohl ſagen ſollen, daß ein Weib, das ſo heiter lachen kann, wo es ſich um eine Eiferſuchtsſcene handelt, keine