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ſehr feurige Geliebte ſein kann; leider aber ſind die geiſt⸗ reichſten Leute oft die blindeſten!
— Sage mir nur, fuhr er la Varenne an, Du ſcheinſt fortlaufen zu wollen, wenn man Dich ruft; treibſt Du Dein Spiel mit mir?
— Ach, Sire! ich hatte weder Ew. Majeſtät, noch die Frau Marquiſe geſehen; dieſe Sträucher verbargen mir Dero hohe Gegenwart. Ich würde mir ja ſonſt nicht erlaubt haben, den Duft dieſer Blumen einzu⸗ athmen.
— Ich ſterbe noch vor Lachen! rief Gabriele. Ziehen Sie ihn mitleidig aus der Verlegenheit, Sire, ſonſt er⸗ ſäuft er noch.
— Ich wüßte aber gar nicht, weßhalb er verlegen ſein ſollte? verſetzte Heinrich; er hat ja gar keine Urſache dazu. Nun, laß hören: was für Nachrichten bringſt Du mir über den Prozeß?
— Ach, Sire! die Sache iſt noch lange nicht zu Ende, die Herren Richter deliberiren noch über die Art des peinlichen Verfahrens.
— Nun, aber was vermuthet man?
— Jedenfalls eine Verurtheilung, Sire.
— Und der Angeklagte?
— Es iſt nur eine Stimme über das ſtandhafte Be⸗ nehmen dieſes Laramée in den Verhören; er nimmt eine Haltung an, als ob ein Maler da wäre, um ihn zu portraitiren. Aber trotz alledem bin ich froh, daß nicht mein Kopf auf ſeinen Schultern ſitzt. Uebrigens, Sire,


