Teil eines Werkes 
8. Bd. (1856)
Entstehung
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ſehr feurige Geliebte ſein kann; leider aber ſind die geiſt⸗ reichſten Leute oft die blindeſten!

Sage mir nur, fuhr er la Varenne an, Du ſcheinſt fortlaufen zu wollen, wenn man Dich ruft; treibſt Du Dein Spiel mit mir?

Ach, Sire! ich hatte weder Ew. Majeſtät, noch die Frau Marquiſe geſehen; dieſe Sträucher verbargen mir Dero hohe Gegenwart. Ich würde mir ja ſonſt nicht erlaubt haben, den Duft dieſer Blumen einzu⸗ athmen.

Ich ſterbe noch vor Lachen! rief Gabriele. Ziehen Sie ihn mitleidig aus der Verlegenheit, Sire, ſonſt er⸗ ſäuft er noch.

Ich wüßte aber gar nicht, weßhalb er verlegen ſein ſollte? verſetzte Heinrich; er hat ja gar keine Urſache dazu. Nun, laß hören: was für Nachrichten bringſt Du mir über den Prozeß?

Ach, Sire! die Sache iſt noch lange nicht zu Ende, die Herren Richter deliberiren noch über die Art des peinlichen Verfahrens.

Nun, aber was vermuthet man?

Jedenfalls eine Verurtheilung, Sire.

Und der Angeklagte?

Es iſt nur eine Stimme über das ſtandhafte Be⸗ nehmen dieſes Laramée in den Verhören; er nimmt eine Haltung an, als ob ein Maler da wäre, um ihn zu portraitiren. Aber trotz alledem bin ich froh, daß nicht mein Kopf auf ſeinen Schultern ſitzt. Uebrigens, Sire,