Teil eines Werkes 
8. Bd. (1856)
Entstehung
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von Chatels; den Herzog von Mayenne, der gegen mich im Felde ſteht, und dieſen Allen muß ich die Stirn bieten. Wie fände ich da die Zeit, für die Angelegenheiten meines Herzens zu ſorgen? Ein König iſt ein beklagenswerther Menſch, er darf an ſich nur zuletzt denken, ja oft ſogar niemals! Geduld es wird ein Tag kommen, Mar⸗ quiſe, wo ich auf dem Gipfel ſtehen werde, und an dieſem Tage werde ich über das Loos Anderer verfügen, werde meiner Gabriele ſchon Achtung zu verſchaffen wiſſen! Ich habe ſchon meinen Plan!

Sire! rief Gabriele, erſchrocken und gerührt zu⸗ gleich von ſolcher Herzensgüte, Ihre Huld und Gnade für mich geht weiter als mein Kummer ſelbſt ver⸗ geben Sie mir ich war eine Wahnſinnige! eine Elende! Durfte ich es wagen, Gift in die Schaale zu träufeln, aus der Ew. Majeſtät Vergeſſenheit Ihrer zahlreichen Sorgen und Mühen ſchöpft? Nein, Sire, ich bin glücklich ich bin zufrieden ich ſprach das nur aus Laune, aus Weibergrille oh! vergeben Sie mir! Und übrigens, blicken Sie dorthin: die Sonne bricht ſich Bahn durch das Gewölk, ſie erhellt Alles in der Natur mit ihrem heiteren Strahle ſehen Sie, wie mein Auge glänzt! und ſo glänzt ihr Strahl auch in der Tiefe meines Herzens!

Sie ſind das trefflichſte, edelſte Weib, Gabriele, ſprach der König, ſie mit Innigkeit auf die Stirn küſſend; und was ich geſagt habe, bleibt geſagt.

Er hatte dieſe Worte noch nicht geſprochen, als am