Teil eines Werkes 
8. Bd. (1856)
Entstehung
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Zwitſchern begrüßt; im Walde öffneten ſich bereits jene langen, heiteren Durchſichten, unter deren grüner Blät⸗ terwölbung ſich Smaragdteppiche mit Millionen Blümchen emaillirt ausbreiteten. Nichts fehlte dem Bilde, als ein lächelnder Sonnenblick, um dieſe Blätter, Blumen, Blüthen und die Herzen der Menſchen zu beleben.

Heinrich führte Gabriele zwiſchen den Blumenbeeten umher, auf denen ſich die Kunſt der Gärtner vergebens abmühete, Flieder und Roſen ſchneller hervorzulocken, die ebenfalls nur auf jenen Sonnenblick harrten, um ganz von ſelbſt aufzublühen.

Die Marquiſe hatte ſich froſtig in einen mit Pelz⸗ gefütterten Mantel gehüllt; der König aber ſchien in ſeinem Frühlingsanzuge von weißem und malvenfarbigem Atlas der rauhen Witterung als abgehärterer Kriegsmann Trotz bieten zu wollen; ſein Coſtüm war von einer Eleganz und Friſche, daß deſſen bloßer Anblick ſchon ein Fröſteln erregte.

Wie finſter Sie ſind, Marquiſe! ſagte er, eine von Gabriele's Händen erfaſſend; kalt und ſchmollend. Wahrhaftig ein leibhaftes Abbild des Wetters!

Ich geſtehe, Sire, daß ich mich in der That an Körper und Geiſt zugleich erſtarrt fühle.

Und das Herz?

Vom Herzen habe ich nicht geſprochen, Sire, er⸗ wiederte ſie ſanft.

Das wäre doch immer etwas! Sie zürnen mir, Marquiſe, daß ich Sie genöthigt habe Paris zu