Teil eines Werkes 
7. Bd. (1856)
Entstehung
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4 10 den er durch einige Tage der Einſperrung und Enthalt⸗ ſamkeit eine kleine Lection geben will. Verſtärken wir alſo die Doſis nicht. Meiner Treu! der arme Junge hat ſich ſchon in ſein Schickſal ergeben und auf das elende Lager hingeworfen.

Er ſchlug mit der Fauſt an die Thür; der Kerker⸗ meiſter trat ein.

Bringe den Herrn in das obere Thurmgemach, ſagte er.

Esperance errieth ſogleich, daß das eine beſondere Vergünſtigung ſei, die ihm der alte Edelmann zu Theil werden ließ; er erhob ſich wieder und dankte ihm mit Wärme.

Das obere Thurmgemach iſt ganz gut, ſprach der Gouverneur, ſeine Hand losmachend, die Esperance dankbar in den ſeinigen hielt. Es iſt ein väterliches Gefängniß, denn meinem eigenen Sohn hüätte ich kein beſſeres anweiſen können; er hat es einſt bewohnt.

Sie haben einen Sohn, mein Herr?

Ich hatte einen, ſeufzte der alte Mann, der jetzt ohngefähr in Ihrem Alter ſein müßte...

Sie haben ihn verloren?

Mit achtzehn Jahren ſchon; er ward durch einen Musketenſchuß getödtet, nach der Schlacht bei Aumale. Herr von Crillon kannte und liebte ihn auch, denn er

hatte ihn in ſeine Garde aufgenommen. Mein armer Urbain!